Cello Konzert in der Kirche Wegezin

Am Samstag, dem 11. Juli 2026 ab 17:00 Uhr

Hildegard von Bingen kam bereits im Alter von acht Jahren in das Benediktinerkloster Disibodenberg in der Pfalz. Mit 52 Jahren gründete sie im Jahr 1150 das Frauenkloster Rupertsberg bei Bingen. Vor und nach dieser Zeit schuf sie ein beeindruckendes Lebenswerk zu den Themen Religion, Theologie, Medizin, Musik, Ethik und Naturkunde. Für die damalige Zeit erreichte sie ein außergewöhnliches Alter von 81 Jahren. Rund 840 Jahre später griff die Musikerin und Cellistin Christina Meißner ihre musikalischen Werke wieder auf und machte sie auf besondere Weise erlebbar.

Christina Meißner widmete sich einigen der insgesamt 77 geistlichen Gesänge Hildegards von Bingen und übertrug sie auf das Violoncello. Die Benediktinerabtei St. Hildegard in Rüdesheim am Rhein beschreibt diese Musik mit den Worten:

„Ihre einstimmigen, oft ekstatischen Melodien sprengen den Rahmen des traditionellen gregorianischen Chorals durch extreme Tonumfänge, weite Intervallsprünge und eine tief symbolische Bildsprache.“

Die Cellistin aus Leidenschaft und Mitbegründerin des Ensembles klangwerkstatt aus Weimar präsentierte in der kleinen Dorfkirche von Wegezin ihre ganz persönliche Interpretation dieser außergewöhnlichen Musik. Mit ihren Celli ließ sie die jahrhundertealten Melodien lebendig werden. Die Werke zeichnen sich durch große Tonsprünge, eine ruhige, teilweise fast meditative Klangwelt und den zeitweisen Einsatz von zwei Bögen und der Stimme aus. Wer sich auf diese besondere Musik einließ, konnte ihre Tiefe und ihre künstlerische Ausdruckskraft hören und erleben.

Am Ende bedankten sich die Besucher mit langem Applaus und Blumen bei Christina Meißner. Anschließend wartete auf die knapp 70 Gäste eine kleine kulinarische Schlemmerei. Bereits am Vormittag hatten viele Helfer Tische, Bänke und Stühle rund um den Wegeziner Dorfteich aufgestellt, liebevoll ab 16 Uhr geschmückt und eingedeckt. Zwei große Tische waren nötig, um all die mitgebrachten Spenden für das Büfett aufzunehmen. Dazu sorgten Wein, Wasser und Bier an diesem herrlichen Sommertag für die passende Erfrischung.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Künstlerin Christina Meißner, allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Spendern, die das Büfett und die Getränke möglich gemacht haben. Ein ganz besonderer Dank geht auch an die vielen Gäste aus Wegezin und den umliegenden Orten Krien, Medow, Anklam, Thurow, Denin, Spantekow und Kagenow.

Besonders schön war zum Abschluss zu erleben, wie selbstverständlich alle mit anpackten und gemeinsam dafür sorgten, dass alles wieder aufgeräumt wurde. Genau solche Momente machen das Miteinander in einer Dorfgemeinschaft so wertvoll.